© Foto: Holger Rieck / INFRARODamit die Wärmebilder aussagekräftig sind, muss der Thermografie-Termin gut ausgewählt und vorbereitet werden. Hier eine Innenthermografie, die die Leckstelle zwischen Fensterrahmen und Fensterbrett zeigt © Foto: Holger Rieck / INFRARO
 © Foto: Holger Rieck / INFRARODamit die Wärmebilder aussagekräftig sind, muss der Thermografie-Termin gut ausgewählt und vorbereitet werden. Hier eine Innenthermografie, die die Leckstelle zwischen Fensterrahmen und Fensterbrett zeigt © Foto: Holger Rieck / INFRARO

Checkliste Thermografie

1. Erfahrenen Thermografen auswählen und beauftragen

  • Auf die Qualifikation des Thermografen achten: Er sollte über die Stufe-II-Qualifikation nach EN 473 beziehungsweise ISO 9712 im Sektor "Bau" verfügen.
  • Qualifizierte Thermografen sind zum Beispiel beim Bundesverband für angewandte Thermografie (VAth) gelistet.
  • Das Thermografie-Gerät sollte dem aktuellen Stand der Messtechnik entsprechen.
  • Am sinnvollsten ist eine Thermografie im Rahmen einer Energieberatung.

2. Rahmenbedingungen für die Thermografie müssen stimmen

  • Der Zeitpunkt muss gut ausgewählt sein, damit die Aufnahmebedingungen stimmen: Ideal für die Thermografie sind kalte, bewölkte, aber trockene Winternächte. Die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen sollte mindestens 15 Kelvin ohne Wind und Sonneneinstrahlung betragen, zum Beispiel +5°C außen und 20°C innen. Bei Regen, Schnee, Nebel oder Wind kann die Thermografie nicht stattfinden.
  • Für aussagekräftige Wärmebilder müssen grundsätzlich Innen- und Außenaufnahmen vom Haus angefertigt werden. Nur so können thermische Schwachstellen und beispielsweise die Ursachen für Schimmelbildung gefunden werden. Infrarotaufnahmen aus der Luft sind bei hinterlüfteten Dächern oder glasierten Ziegeln nicht aussagekräftig! 
  • Für ein Einfamilienhaus sollten mindestens zwei Stunden Zeit einkalkuliert werden.
  • Baupläne, Baubeschreibungen etc. für den Thermografen bereit legen
  • Vor dem Thermografie-Termin muss das Haus ausreichend beheizt werden. Bei einer massiven Bauweise auch schon mehrere Tage vorher.

3. Messbericht und Auswertung der Thermografie

  • Der Messbericht zur Auswertung der Thermografie sollte alle Daten enthalten wie Außentemperatur, Innentemperatur, Witterung etc.
  • Die Wärmebilder werden zusammen mit einem Sichtfoto dargestellt. Alle Thermogramme müssen eine einheitliche Temperaturskalierung enthalten.
  • Im Bericht werden die Wärmebilder so interpretiert, dass auch ein fachlicher Laie es verstehen kann.
  • Am Schluss des Messberichts stehen Empfehlungen für den Hausbesitzer.

Mit freundlicher Genehmigung von Energie-Fachberater.de
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